Stoffe von absterbenden und verwesenden
Organismen sinken an ruhigen und geschützten Bereichen
zu Boden. Sie bildenzusammen mit feinen Sand und Tonkörnchen
das Schlickwatt.
Die organischen Ablagerungen, Plankton und verschiedene mikroskopisch
kleine Algen, sind die Nahrungsgrundlage für eine grosse
Anzahl an Schnecken, Muscheln, Würmern und Krebsen.
Insgesamt leben über 1000 verschiedene Arten wirbelloser
Tiere im und auf dem Wattboden, die den unterschiedlichsten
Einflüssen ausgesetzt sind. Die Salzwassertiere müssen
bei trocken gefallenden Watt und gleichzeitigen Regen plötzlich
mit Süßwasser zurechtkommen. Bei Sonne sind sie
Temperaturen bis zum 40C ausgesetzt und im Winter kann der
Wattboden bei Ebbe frieren oder mit Eisschollen oder Schnee
bedeckt sein.
Das die vielen Zugvögel das Wattenmeer gerne als Rastplatz
nutzen ist natürlich auch auf das reichhaltige Nahrungsangebot
zurückzuführen. Denn jeder qm Wattboden enthält
bis zu 1,2 kg Biomasse. Das ist mehr als im Urwaldboden zu
finden ist.
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