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update 05.07.2007
 
 

 

 
 
 

Zwischen Land und Meer dort wo die Nordsee bei ihrem ständigen Wechsel zwischen Ebbe und Flut viel Material angeschwemmt und abgelagert hat, ist der Wattboden langsam so hoch gewachsen, dass er nicht mehr bei jeder Tiede überschwemmt wird.

Obwohl der hohe Salzgehalt des Meerwassers für die Zellen der Pflanzen Gift ist, gibt es Landgewächse die sich auf diese Vorausseztungen eingestellt haben.

Der Queller bespielsweise, lagert das nicht benötigte Salz solange ein, bis er im Herbst abstirbt. Er ist es auch, der als eine der ersten Landpflanzen von neuen Flächen Besitz ergreift und beginnt zusammen mit Schlickgras neue Grünflächen zu bilden. Andere Pflanzen der Salzwiesengemeinschaft stoßen überschüssiges Salz ab. Die Salzaster etwa sammelt das Mineral solange in bestimmten Blättern, bis diese zusammen mit ihrer Fracht abgeworfen werden. Auf den Blättern des Halligflieders sitzen mehrere tausend Drüsen pro qcm über die das Zellgift ausgeschieden wird. Melden konzentrieren Salz in nadelförmigen Blattzellen, die abbrechen. Und schliesslich beugen verschiedene Pflanzen der Versalzung dadurch vor, dass sie ihren Wasserverlust bremsen. Der Meerstrandbeifuss bewältigt das durch behaarte Blätter, die Strandquecke mit einer Wachsschicht.

In den über 10000 ha Salzwiesen vor den schleswig-holsteinischen Deichen und auf den Halligen existiert eine Vielfalt an Tieren, die es nur noch selten gibt. Zahlreiche Insekten, Spinnen und Würmer sind hochspezialisiert und von diesen Pflanzen abhängig.

Zusammen mit den anderen Wattflächen ist desshalb dieses Grünland für Küstenvogel eine wichtige Nahrungsquelle und ein Brutgebiet von internationalen Rang. Allein im Nationalpark werden jährlich 100000 Brutpaare gezählt.

Bis Ende der 80iger Jahre war das Bild der Salzwiesen von weidenen Schafen und kurzgefressenden Gräsern geprägt. Keine guten Voraussetzungen für eine grosse Artenvielfalt. Inzwischen wird jedoch die Hälfte der Flächen nicht mehr beweidet. Lohn dafür sind ungestörte Naturvorgänge, eine größere Vielfalt an Brutvögeln in den Salzwiesen und im Sommer ein buntes Blütenmeer.


 
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